Osterbotschaft des Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm 2019

„Wie gehen wir um mit den Bildern der brennenden
Kathedrale Notre Dame?“

Die Geschichte von der Auferstehung Jesu, wie sie am Osterfest in allen Kirchen
aus der Bibel vorgelesen wird, ist für den bayerischen Landesbischof und EKDRatsvorsitzenden
Heinrich Bedford-Strohm „die wichtigste Botschaft
überhaupt. Damit steht und fällt der ganze christliche Glaube“.
Natürlich freuen sich Kinder am Ostereiersuchen und die Erwachsenen auf die
freien Tage, so Bedford-Strohm. Doch unter der Oberfläche hätten viele
Menschen ein Gespür für die Tiefendimension des christlichen Osterfestes, die
Überwindung des Todes.
Die Hoffnung auf die Auferstehung mache Mut, mit den täglichen
Schreckensmeldungen fertig zu werden, so Bedford-Strohm. „Wie gehen wir um
mit den Bildern der brennenden Kathedrale Notre Dame in Paris, die viel mehr
ist als ein altes Gebäude“, sondern „so etwas wie die Seele einer Stadt, ja eines
ganzen Landes?“
Ohne den Glauben an seine Auferstehung wäre Jesus „ein eindrucksvoller
Mensch, der für seine Überzeugungen mit seiner ganzen Existenz eingetreten,
am Ende aber doch gescheitert ist“. Es wäre nur eine Geschichte mehr unter
„unzähligen Geschichten von enttäuschten Hoffnungen“, so Bedford-Strohm.
Weil Jesus nicht im Grab geblieben ist, sondern auferweckt wurde, von seinen
Jüngern gesehen wurde und ihnen seine Nähe zugesagt hatte, darum spüren
„die Menschen seine Gegenwart bis heute. Und wissen: Am Ende siegt nicht
Gewalt, Hass und Tod, sondern das Leben.“ Das, so der Landesbischof, „ist die
kraftvollste Hoffnungsbotschaft, die die Welt je gehört hat“.
Hannover, 18. April 2019
Pressestelle der EKD